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Original Altholz

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Arbeiten aus original Altholz

Der natürliche, vielseitige und nachwachsende Rohstoff Holz, der seit Jahrhunderten in verschiedenen Berufen eingesetzt wird, erhält durch die natürliche Alterung einen eigenen, rustikalen Charakter. In der Oberfläche des Original-Altholzes sind noch die Strukturen der Bearbeitung mit der Breitaxt oder dem Hobel zu sehen, welche zum Teil vor mehreren hundert Jahren ausgeführt wurden. Diese Original-Oberfläche bleibt bestehen und bildet den wertvollen Teil des Altholzes, meist weit wertvoller als neues Holz. Altes Holz mit maschinell bearbeiteter Oberfläche ist weniger wertvoll. Altholz ist entsprechend der ursprünglichen Verwendung und Bearbeitung in vielen unterschiedlichen Variationen erhältlich.

Ein leichter Befall durch Anobien ist typisch für Altholz und unterstützt den Charakter, Holzschädlinge sind aber im alten Holz nur sehr selten zu finden, da die neueres, nährstoffreicheres Holz bevorzugen. Durch die künstliche Trocknung im Vakuum werden alle Schädlinge vernichtet.
Die meistverwendete Holzart in alten Häusern des Alpenraums ist und war Fichte/Tanne, dementsprechend sind auch die grössten Volumina des Altholzes aus diesen Nadelhölzern. Original-Altholz wird in naher Zukunft zu einem raren Werkstoff werden.

Anwendungsbereich

Der Anwendungsbereich richtet sich meistens nach dem ursprünglichen Verwendungszweck des Altholzes. Bretter von Decken werden wieder zu Decken oder Wänden und Böden zu Böden verarbeitet. In Wohnungen im „Chalet-Stil“ wird bis auf die Korpusse für Möbel und Schränke alles aus Altholz hergestellt. Die Produktpalette reicht von filigran gestemmten Lavabomöbeln, über aufwändige Kassettendecken und dreischichtig verleimten Riemenböden bis zu reichverzierten Gebäudefassaden aus durch die Sonne braun gebranntem Altholz.

Zur Herstellung von Türen wird das Altholz dünn zugeschnitten und beidseitig auf eine Mittellage aus Spanplatte geleimt, so erhalten die Türen die nötige Standfestigkeit.
 
Altholz wirkt am besten, wenn es stilgerecht angewendet wird. So entstehen neue Produkte mit altem Flair. Die Kombination von Altholz mit modernen Materialien wie Glas und Metall eröffnet neue architektonische Ausdrucksmöglichkeiten und Spannungsfelder.

Verarbeitung von Altholz

Die Verarbeitung von Original-Altholz erfordert Respekt im Umgang mit dem alten und wertvollen Baumaterial. Bei der Demontage der alten Holzkonstruktionen kann durch unsachgemässen Umgang sehr viel des wertvollen Altholzes zerstört werden. Ein Schnitt einer Kettensäge in Mitten eines über 6 Meter lagen Brettes ist keine Seltenheit, zerstört aber das Brett unwiderruflich.

Wurde die gesuchte Menge und Qualität gefunden, beginnt die Aufbereitung des Werkstoffes. Nach dem Reinigen muss dem Altholz das eingebrachte Wasser durch künstliche Trocknung wieder entzogen werden. Bei der gesamten Verarbeitung darf die kostbare Original-Oberfläche nicht beschädigt werden, dies erfordert spezielle Verfahren und Maschinen. In der Fläche verleimtes Altholz wird wegen der nicht planen Oberfläche nie ganz bündig sein, hier muss von Hand angepasst werden.

Weiter werden Produkte aus Altholz oft verziert und mit von hand geschmiedeten Beschlägen ausgestattet, wiederum Schritte welche sehr Arbeitsintensiv sind und nur von Hand ausgeführt werden können. Die Verarbeitung des alten Werkstoffes erfordert häufig auch die Anwendung alter Verfahren und Werkzeuge um ein authentisches Produkt zu erzeugen. Bei der Montage von Produkten aus Altholz ist wiederum Handarbeit gefragt, da bei Anschlüssen an die strukturierte Oberfläche viel angepasst werden muss, dies wird aber durch die angenehme, warme und rustikale Wirkung des Altholzes mehr als aufgewogen. Holz ist in diesem Kontext eben doch „heimelig“.